Schleswig-Holstein will sich für Musikunterricht an Schulen einsetzen

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien stellt Weichen für mehr Musikunterricht im Land. Dazu hat die Ministerin verschiedene Maßnahmen angekündigt.

Es komme laut Ministerium auf einen Mix kurz, mittel- und langfristig wirkender Maßnahmen an:

  • Das Fach Musik ist als Unterrichtsfach des besonderen Bedarfs eingestuft; das führt dazu, dass Bewerberinnen und Bewerber 50 zusätzliche Punkte im Ranking-System des Bewerbungsverfahrens bekommen.
  • Zusätzlich zum Lehramtsstudium mit zwei Unterrichtsfächern wird das so genannte „Ein-Fach-Lehramtsstudium“ für das Lehramt an Gymnasien an der Musikhochschule in Lübeck angeboten. Damit wird eine Bewerbung mit dem Doppelfach Musik auf Stellen des Vorbereitungsdienstes möglich. Mit dem Doppelfach Musik ist eine Bewerbung und Tätigkeit bis zur Verbeamtung in Gymnasien auch mit dem Doppelfach Musik möglich.
  • Die Zahl der Musik-Referendarinnen und -Referendare wurde zum August 2019 verdoppelt.
  • Ein Seiteneinstieg ist in allen Schularten auch mit nur einem Fach (ohne Doppelfach) möglich; allerdings können diese Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger nicht den Beamtenstatus erlangen.
  • Auch der Quereinstieg kann bei entsprechender Bewerbungslage für das Unterrichtsfach Musik geöffnet werden.
  • Musikerinnen und Musiker können mit befristeten Verträgen beschäftigt werden. Das hilft Schulen zum Beispiel in der Vertretung bei Krankheitsfällen, gleichzeitig kann es auch den Musikerinnen und Musikern entgegen kommen, die ihre Haupttätigkeit in der Ausübung ihrer Musik sehen.
  • Das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH) bietet Lehrkräften an, eine Unterrichtsgenehmigung in dem Unterrichtsfach Musik für die Grundschule im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme zu erwerben. Grundschullehrkräfte werden durch diese Maßnahme qualifiziert, Musik als zusätzliches Fach unterrichten zu können.