Schreiber & Keilwerth kämpft um seine Zukunft

Schreiber & Keilwerth muss im Zuge der Insolvenz rund 70 Arbeitnehmer in der Produktion in Markneukrichen sowie in der Verwaltung in Nauheim entlassen.

Schreiber & Keilwerth entlässt rund 70 Arbeitnehmer in der Produktion in Markneukirchen sowie in der Verwaltung in Nauheim. Die Personalmaßnahmen seien aufgrund des Insolvenzverfahrens notwendig, heißt es beim Instrumentenbauer. Die Entlassungen sind mit dem Betriebsrat und den Mitarbeitern besprochen. Auch die Bundesagentur für Arbeit ist in den Betrieben und betreut vor Ort die Mitarbeiter.

 

„Ich kann den Betrieb nur dann fortführen, wenn zumindest keine Verluste erwirtschaftet werden“, sagte Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Mannheimer Kanzlei Hack Hoefer. „Da mit dem Ablauf des Insolvenzgeldzeitraums, der typischerweise mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zusammenfällt, der Betrieb auch Löhne und Gehälter wieder aus eigener Kraft erwirtschaften muss, ist hier eine Anpassung zwingend notwendig.“

 

Seit dem Insolvenzantrag am 12. März 2010 konnte der Geschäftsbetrieb bei dem Nauheimer Traditionsunternehmen auch nach der formellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 1. Mai ohne Einschränkung für die Lieferfähigkeit aufrechterhalten und stabilisiert werden. „Wir müssen jedoch Altlasten abbauen und Kapazitätsanpassungen vornehmen, damit der Betrieb wieder seine Kosten deckt“, sagte Dr. Armin Eckert, Geschäftsführer von Schreiber & Keilwerth. “Nur damit können wir die notwendigen Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss von Investorengesprächen schaffen.“

 

Bislang zeigten in einer ersten Runde mehrere strategische wie auch Finanzinvestoren aus Deutschland, Europa und Asien Interesse an einem Einstieg bei Schreiber & Keilwerth. Allerdings noch ohne zählbares Resultat. „Wir brauchen jetzt schnell konkrete Angebote auf dem Tisch. Denn ein Produktionsbetrieb wie Schreiber & Keilwerth kann nicht dauerhaft in der Insolvenz fortgeführt werden. Es wird jedoch sicherlich noch einige Wochen dauern, bis wir wissen, wie die Zukunft von Schreiber & Keilwerth aussieht“, so Hoefer.