SOMM fördert klasse.im.puls auch im Schuljahr 2019/2020

Über 10.000 Schüler an Mittel- und Realschulen, können durch klasse.im.puls aktiv musizieren. Eine Initiative, die der Branchenverband auch im kommenden Schuljahr weiterhin unterstützt.

Seit Beginn des Projekts 2009 unterstützt die SOMM – Society Of Music Merchants e.V., das Projekt klasse.im.puls – das bundesweit erste musikpädagogische Förderprogramm, das die Einrichtung von Musikklassen an Mittel- und Realschulen fördert. Die Ergebnisse des Projekts sprechen eine klare Sprache: In den inzwischen über 200 Schulen, die bei klasse.im.puls dabei sind, gibt es insgesamt rund 430 Musikklassen in denen nahezu 10.000 Kinder in Musikensembles musizieren, die Teil des regulären Musikunterrichts sind. Die Anzahl der Bands, Chöre und aktiv ein Instrument spielenden Schüler, hat sich seit Start des Projekts 2009 über alle Instrumentengruppen um ein Vielfaches gesteigert – Tendenz weiter steigend.

klasse.im.puls ist für uns ein Leuchtturmprojekt, da es wesentlich zur Bildungsgerechtigkeit beiträgt“, sagt Daniel Knöll, Geschäftsführer der SOMM. Denn die Probleme sind massiv: Musikunterricht in Deutschland ist immer weniger flächendeckend gewährleistet. Hinzu kommt, dass die Schere immer weiter auseinander geht: Bei Jugendlichen, die nicht auf ein Gymnasium gehen, sinken die Chancen, aktiv Musik zu machen, um 50 Prozent. Und auch das Einkommen der Eltern spielt eine entscheidende Rolle, wie eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt: Kinder und Jugendliche aus einkommensstarken Familien erhalten wesentlich öfter bezahlten Musikunterricht und musizieren deutlich häufiger aktiv. „Wir beobachten seit langem die Entwicklungen der musikalischen Bildung an deutschen Schulen mit großer Sorge – umso erfreulicher ist der nachhaltige Erfolg von klasse.im.puls in Bayern und Baden-Württemberg. Schulischer Musikunterricht ist und bleibt das wichtigste Eintrittstor, um mit einem Instrument in Berührung zu kommen und vielleicht eine Leidenschaft für das ganze Leben zu entdecken“, so Knöll.

Und das gemeinsame Musizieren hat unzählige weitere positive Effekte, denn neben musikalischen Fertigkeiten erwerben die Schülerinnen und Schüler auch Schlüsselqualifikationen wie Ausdauer, Konzentrations- und Einfühlungsvermögen. „Die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen, wenn sie in einer Band oder einem Bläserensemble spielen oder im Chor singen. Nur wenn jeder seine Kraft in den Dienst der Gemeinschaft stellt, kann das Zusammenspiel gelingen“, so Professor Pfeiffer vom Lehrstuhl für Musikpädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlagen Nürnberg, der das Projekt ins Leben gerufen hat. Ein solches Erfolgserlebnis stärke wiederum das Gemeinschaftsgefühl und das eigene Selbstbewusstsein.

klasse.im.puls ist ein Förderprojekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlagen Nürnberg (FAU) in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, unterstützt durch SOMM – Society Of Music Merchants e.V. Das Projekt unterstützt seit 2009 die Schulen, bildet Lehrer aus und vernetzt die Musiker untereinander. Ob Band-, Bläser-, Percussion-, Chor- oder Keyboardklasse, jede Schule wählt den Typus, der am besten zu ihrem Profil passt. Die Kinder erlernen im regulären Musikunterricht ein Instrument oder singen im Chor.