SOMM: Musikinstrumentenmarkt verzeichnet weiterhin Zuwächse

Die deutsche Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche verzeichnet auch für das Geschäftsjahr 2016 eine positive Trendentwicklung. Das verkündete der Branchenverband SOMM – Society Of Music Merchants am Montag, im Vorfeld der Messe in Frankfurt. Demnach verzeichnete die deutsche Musikinstrumentenwirtschaft einen positiven Umsatztrend von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2015). Der Umsatz mit Musikinstrumenten, Musikequipment und Noten (Papiergeschäft) weist laut Branchenstatistik IMIS ein Gesamtmarktvolumen von ca. 960 Millionen Euro zu Endverbraucherpreisen aus.

In fast allen Bereichen der Warenhauptgruppen sei ein Umsatzplus zu beobachten. Zweistellige Umsatzzuwächse verzeichneten die beiden Hauptwarengruppen Beschallung (14,2%) und Computer Software (11,6%), wenn auch teilweise auf niedrigem Umsatzniveau. Umsatzbringer waren wie im letzten Jahr auch die Hauptwarengruppen Mikrofone und Kopfhörer mit einem Umsatzanteil von 17 Prozent am Gesamtmarkt. Ebenso konnten sich die Bereiche Beschallung, Tasteninstrumente und Saiteninstrumente als Umsatzgarant profilieren. Insgesamt machen diese vier Musikinstrumentensegmente rund 60 Prozent des Gesamtvolumens am Markt aus.

„Das Umsatzplus sowie einzelne Marktstudien zeigen auf, dass Musikmachen immer noch im Trend liegt. Allerdings befürchten wir für das Jahr 2017 Umsatzrückgänge für verschiedene Instrumentengruppen“, so SOMM-Geschäftsführer Daniel Knöll. Grund dafür sind unter anderem die Beschlüsse der 17. CITES-Vertragsstaatenkonferenz vom Oktober 2016 und die daraus für die MI-Branche resultierenden Auswirkungen. Weiterer Hemmschuh für eine kontinuierliche Fortführung eines steigenden Absatzmarktes sei der seit Jahren ausbleibende Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland.

Der Gesamtmarkt spürt diese Auswirkungen wahrnehmbar: der Wettstreit steigt bei zunehmender Marktkonzentration und Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Kampf um den günstigsten Preis und die Gunst des Verbrauchers ist schon längst entfacht.

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