Yamaha erwägt Einstellung der UK-Piano-Produktion

Auf einer Vorstandssitzung in Japan hat die Yamaha Corp. eine sofortige Überprüfung ihrer Joint Venture-Produktionsstätte in England angekündigt. Diese Prüfung könnte zur Schließung des Werks führen.

Nach Angaben der Yamaha Corporation in Japan, will diese ihre Produktionsstätte im englischen Milton Keynes einer eingehenden betriebswirtschaftlichen Prüfung unterziehen. Dort lässt Yamaha bei dem englischen Traditionsunternehmen Kemble & Company Pianos fertigen. Die Auswertung der geschäftlichen Daten soll bis Ende April abgeschlossen sein und könnte zu einer Schließung der Fabrik führen.

 

Kemble & Company sind seit knapp 100 Jahren fester Bestandteil der Musikinstrumentenherstellung in UK. Rund 80 Prozent der Fertigungskapazität ist derzeit mit der Herstellung von Yamaha-Pianos ausgelastet.

 

Als Reaktion auf die Ankündigung Yamahas und der damit drohenden Aufkündigung des Joint Ventures hat der Kemble-Vorstand getagt und sein Management-Team angewiesen, die Angestellten des Pianofabrikanten laut den gesetzlichen Bestimmungen darüber zu informieren.

 

Brian Kemble, Geschäftsführer der Kemble & Company, stellte jedoch klar, dass in dieser Sache noch keine finale Entscheidung gefallen sei solange die Beratungen mit der Belegschaft andauern. Selbst bei einer plötzlichen Beendigung der Zusammenarbeit mit Yamaha, werde die Produktion bis September 2009 gesichert sein. Brian Kemble gegenüber der englischen Presse: „Diese Zeit ist für meine Mitarbeiter verständlicherweise besonders hart. Wir werden uns schnellstens mit den Mitarbeitern an einen Tisch setzen und beraten.“