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Corona-Lockerungen für Proben in der Amateurmusik in Bayern

Ein neues Rahmenkonzept im Laienmusik- und Amateurtheaterbereich in Bayern ermöglicht wieder das gemeinsame Proben über das 3G-Prinzip, Erleichterungen bei Abständen und dem Tragen von Masken.

bayern musik shutterstock 1136326121(Foto: shutterstock)

„Endlich wieder Freude am gemeinsamen Musizieren und Theaterspielen: Mit den neuen Corona-Regelungen können Laienmusik- und Amateurtheatervereine wieder möglichst frei und ohne Einschränkungen ihren Probenbetrieb durchführen“, freute sich Kunstminister Bernd Sibler anlässlich der Veröffentlichung des neuen Rahmenkonzepts für Proben im Laienmusik- und Amateurtheaterbereich Mitte September. Durch die Etablierung des 3G-Prinzips kann grundsätzlich jeder Laienmusiker bzw. -schauspieler an den Proben teilnehmen, so Sibler, auch in geschlossenen Räumen.

Bernd Sibler betonte: „Unser aktuelles Rahmenkonzept wird dem kulturellen Leben in Bayern wieder frischen Schwung und Elan verleihen. Wir erleichtern die Möglichkeiten für die wichtigen Probenaktivitäten im Laienbereich und damit die Arbeit der Laienmusik- und Amateurtheatervereine wieder deutlich, ohne aber auf den Schutz aller Beteiligten zu verzichten. Die Laienmusikerinnen und -musiker sowie -schauspielerinnen und -schauspieler sollen wieder ohne größere Einschränkungen ihrer Leidenschaft nachgehen können.“

Gesundheitsminister Klaus Holetschek ergänzte: „Wir wollen den Musikerinnen und Musikern ermöglichen, wieder proben und auftreten zu können. Wenn im Sport Erleichterungen möglich sind, muss das auch in der Kultur geschehen. Bei Proben von Chören und Laienmusikensembles sind nun keine Mindestabstände mehr zwingend vorgeschrieben. Mit der 3G-Regel sorgen wir für Schutz, auch wenn beim Musizieren Maske und Abstand nicht konsequent eingehalten werden können.“

Auch Dr. Marcel Huber, Präsident des Bayerischen Musikrats e.V., begrüßte das neue Rahmenkonzept: „Um in ein normales Leben zurückzukehren, ist die Basis für den Umgang mit Corona derzeit 3G. Das gilt auch für die Musik. Wir müssen natürlich weiterhin vorsichtig sein, aber mit der 3G-Regel sollte ein verantwortungsvoller Einstieg in ein normales Kulturleben möglich sein. Wir freuen uns, dass nun wieder mehr Kultur möglich wird.“

Für Proben in der Laienmusik gelten in Bayern nunmehr folgende Regelungen:

3G-Grundsatz:
Wird in einem Landkreis/einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten, dürfen zu den Proben in geschlossenen Räumen nur noch Personen zugelassen werden, die geimpft, genesen oder getestet sind.
Davon ausgenommen sind Kinder bis zum sechsten Geburtstag, Schülerinnen und Schüler, die regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen, und noch nicht eingeschulte Kinder.

Maskenpflicht:
Teilnehmer und Besucher haben in Gebäuden und geschlossenen Räumen eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen.
Bei den Proben entfällt die Maskenpflicht für die Teilnehmer, wenn:

  • am festen Sitz-/Stehplatz ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören.
  • das Tragen einer Maske das aktive Musizieren bzw. die künstlerische Konzeption des Schauspiels nicht zulässt, insbesondere beim Spielen von Blasinstrumenten oder bei Gesang.
    bis zum sechsten Geburtstag.
  • Sie glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Maske aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, solange dies vor Ort sofort insbesondere durch Vorlage eines schriftlichen ärztlichen Zeugnisses im Original nachgewiesen werden kann.

Mindestabstand:
Jeder wird angehalten, wo immer möglich, zu anderen Personen einen Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.
In Bezug auf Probenteilnehmer muss ein Mindestabstand grundsätzlich dann nicht eingehalten werden, wenn dies zu einer Beeinträchtigung der künstlerischen Betätigung oder Darbietung führen würde bzw. mit dieser nicht vereinbar ist.

Das bayerische Rahmenhygienekonzept erleichtert auch die Durchführung kultureller Veranstaltungen:
Veranstalter bzw. Betreiber kultureller Einrichtungen können nun selbst entscheiden, ob die Gäste mit Abstand platziert werden – dann ohne Maskenpflicht für die Besucher – oder ob auf Mindestabstände verzichtet und der Besucherraum grundsätzlich vollständig ausgelastet wird – dann jedoch mit Maskenpflicht für die Besucher.
Für Mitwirkende entfällt die Maskenpflicht, sofern dies mit der künstlerischen Betätigung und Darbietung nicht vereinbar wäre. Zudem kann aus künstlerischen Erwägungen auch auf den Mindestabstand verzichtet werden.
Unter freiem Himmel gibt es künftig grundsätzlich keine Maskenpflicht mehr.
Die Kontaktdatenerfassung der Besucher gilt weiterhin, allerdings entfällt die sitzplatzbezogene Erfassung.
Die Sicherheit von Besuchern bei kulturellen Veranstaltungen soll auch hier durch die 3G-Regelung gewährleistet werden.

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