Musikmesse auf 2022 verschoben

Am Donnerstagabend hat die Messe Frankfurt bekanntgegeben, dass die Musikmesse auf 2022 verschoben wird. Sie soll „im zeitlichen Umfeld der Prolight + Sound im April 2022“ stattfinden. Man wolle „mit der Branche, ihren Verbänden und weiteren Partnern aus der Kultur- & Kreativwirtschaft Formate und Inhalte für eine Veranstaltung erarbeiten, die den Anforderungen und Zielen aller Beteiligten Rechnung tragen soll“.
 

Musikmesse Verschiebung
(Foto: Messe Frankfurt/Robin Kirchner)

Im vergangenen Jahr wurde im Rahmen der pandemiebedingten Verschiebung der Musikmesse, die zeitliche Zusammenlegung der Musik- mit der Buchmesse in Frankfurt und der Entkopplung von der Prolight + Sound angekündigt. Branchenteilnehmer der Musik- wie auch der Buchmesse kritisierten diesen Schritt scharf. Auch die Frankfurter Lokalpolitik sprach sich gegen eine Zusammenlegung aus.

Mit der nun angekündigten Verschiebung, erfolgt von der Messe Frankfurt nun wieder die Rolle rückwärts. Die Musikmesse soll „im zeitlichen Umfeld der Prolight + Sound“ stattfinden, die vom 26. – 29. April 2022 geplant ist. Ein konkreter Termin wurde noch nicht genannt.

Konzeptionell soll an der Musikmesse erneut gearbeitet werden. In den letzten Jahren vor der Pandemie hatte das konzeptionelle Hin und Her mehr und mehr Aussteller der Musikmesse vergrault. Die Musikmesse 2019 bildete in Hinblick auf die ausstellenden Marken den bisherigen Tiefpunkt der 40-jährigen Geschichte der Branchenzusammenkunft.

In Frankfurt wolle man nun laut offizieller Mitteilung „mit der Branche, ihren Verbänden und weiteren Partnern aus der Kultur- & Kreativwirtschaft Formate und Inhalte für eine Veranstaltung erarbeiten, die den Anforderungen und Zielen aller Beteiligten Rechnung tragen soll“.

Diese Absichtsbekundungen sind nicht neu. Auch bei den jüngsten konzeptionellen Änderungen der Musikmesse-Geschichte hat man sich in Frankfurt mit der Branche ausgetauscht. Der Rückgang der Ausstellerzahlen lässt aber auch darauf schließen, dass viele Stimmen unberücksichtigt blieben.

Stephan Kurzawski
Stephan Kurzawski (Foto: Messe Frankfurt/Pietro Sutera)

Der Ankündigung müssen Taten und Dialog folgen. Stephan Kurzawski, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt Exhibition GmbH (rechts im Bild), erklärt: „In enger Zusammenarbeit mit der Branche und den Verbänden haben wir auch in der Vergangenheit schon so manche dynamische Marktlage gemeistert. Wie keine andere Branche lebt Musik vom intensiven persönlichen Austausch, vom gemeinschaftlichen Konzerterlebnis bis zum Instrumentalworkshop. Gerade deshalb fordert die weiterhin angespannte Situation ein verantwortungsvolles Augenmaß - für die Musikwirtschaft und Musikszene genauso wie für uns selbst als Veranstalter. So hoffen wir, eine realistische Perspektive für alle Beteiligten im kommenden Jahr schaffen zu können, sofern es die Situation zulässt.“

Weiter heißt es in der Mitteilung: „Fest steht, dass sich die Musikmesse auch künftig zu ihrem Markenkern bekennt, der Förderung des aktiven Musizierens. So soll der evolutionäre Weg von einer Produktschau hin zu einer umfassenden Veranstaltung für Musikszene und alle Musikbegeisterten, die die Musik selbst in den Mittelpunkt stellt, konsequent weiterverfolgt werden.“

Welches Gewicht und Wichtigkeit die Interessen der MI-Branchen in der Neukonzeptionierung der Musikmesse 2022 haben werden, werden die kommenden Monate zeigen.


musik.messefrankfurt.com

Tags: Musikmesse

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